Dolch


Der Dolch stellt die zweite Stufe der Waffenausbildung dar.

In den Fechtbüchern des späten Mittelalters und der Frührenaissance wurden ausschließlich Scheibendolche oder aber deren Simulatoren aus Holz abgebildet.

Die Simulatoren findet man nur in sehr späten Werken zur deutschen Schule, in den frühen wie z.B. von Hans Thalhoffer, werden noch „scharfe“ Dolche oder Deggen gezeigt.

Wenn ich das Wort „scharf“ in Anführungszeichen setze, so hat das seinen Grund, denn die Waffen waren nicht geschärft, sie waren lediglich spitz, sehr spitz sogar. Die Klingen waren drei- oder vierkantig, manchesmal mit, aber auch ohne Hohlschliff versehen. Deggen mit Hohlschliff wiesen natürlich eine gewisse Schärfe auf, aber mit einem gewöhnlichen Messer oder Dolchmesser konnten sie in Sachen Schneidfähigkeit nicht mithalten.

Fiore dei Liberi (italienischer Fechtmeister aus dem fr. 15. Jhdt) sagte einmal zum Thema Dolchkampf, „Es gibt nur einen Weg unbeschadet aus einem Dolchkampf zu kommen, gerate nie in einen!“. Dieser Satz drückt alles aus, was zum Kampf zu sagen gibt. Er ist brutal und mörderisch, die Waffe ist enorm schnell und lethal. Aufgrund der sehr spitzen Klingen war das durchdringen von Ringpanzern, Kleidungen und Körpern ein Leichtes.

Das zuvor beschriebene Ringen ist wesentlicher Bestandteil des Dolchkampfes und so sind Techniken unbewaffnet gegen Dolch, als auch Dolch gegen Dolch beschrieben.

Seht also hier einige Stücke aus dem Kampf mit dem Dolch:

1. Stück – Andres Lignitzer – „1. Stück“

2. Stück – Andres Lignitzer – „2. Stück“

3. Stück – Andres Lignitzer – „3. Stück“

4. Stück – Andres Lignitzer – „4. Stück“

5. Stück – Andres Lignitzer – „5. Stück“