Trainingswaffen und Ausrüstung


Ihr findet hier eine kurze Auflistung von Waffen und Schutzausrüstungen, die von uns verwendet und/oder empfohlen werden. Es sind auch immer Links hinterlegt und ein paar Preise zur groben Orientierung angegeben. Wir hoffen, mit dieser Auflistung ein wenig dazu beigetragen zu haben, die Verletzungen zu minimieren und das Training zu optimieren.

Waffen

Stahlschwert

schwertDas Stahlschwert ist ein absolutes Muss für die Rekonstruktionsarbeit und für das Techniktraining. Lasst euch erst gar nicht auf Holzschwerter oder gar Shinais ein. Aluminiumschwerter können verwendet werden, aber außer dass sie wesentlich weniger pflegeintensiv sind, bieten sie keinen sicherheitsrelevanten Vorteil. Daher würden wir euch raten: Spart das Geld und kauft euch gleich ein gutes Stahlschwert.

Schwerter gibt es in allen Preis- und Qualitätslagen. Jedenfalls Finger weg von Dekoschwertern und Filmrepliken! Anduril, Glamdring oder andere Filmschwerter sehen zwar oft gut aus, werden aber kaum ein Training aushalten, da sie meist aus zu spröden Stählen gefertigt wurden und die Griffangeln meistens viel zu dünn sind. Das würde zu einem baldigen Brechen der Klinge oder des Griffes führen.

Optimal sind Schwerter, von denen der Schmied behauptet, dass sie schaukampftauglich sind. Diese sind zwar meistens viel zu schwer und klobig, allerdings gibt es auch Ausnahmen. Waffen von Albion, Pavel Moc oder Peter Regenyei sind für das Training bestens geeignet.

Doch was soll so ein Schwert überhaupt können? Zunächst einmal soll es etwas aushalten. Anders als die Fechtfeder ist das Schwert kein Verbrauchsgegenstand. Das Schwert sollte auf die Körpergröße des Fechters angepasst sein. Gleiches gilt für die Grifflänge und den Griffumfang. Das Gewicht sollte bei einem Anderthalbhänder die 2-kg-Marke nicht überschreiten, besser wäre es sogar, wenn es sich so um die 1,5 – 1,75 kg bewegen würde. Ein Einhänder würde perfektermaßen bei ca. 1 kg liegen. Ob die Parierstange nun gerade, s-förmig, mit Eselshuf oder nach vorne gebogen ist, obliegt eurem Geschmack und der Epoche, die ihr vertreten wollt (z.B. kein Eselshuf im 14. Jhdt.). Ebenso liegt die Klingengeometrie bei euch bzw. dem Schmied (eine Hohlkehle oder zwei, oder gar eine diamantförmige Klinge… für das Techniktraining ist das nicht wichtig). langesschwert

Bitte beachtet, dass man auch mit stumpfen, nicht spitzen Schwertern Personen schwer verletzen kann! Schnitt- und Stichtests haben ergeben, dass die üblichen Schaukampfschwerter zu 100% stichfähig sind und problemlos durch die Kleidung und vor allem durch die Haut dringen. Die Hiebleistung ist nur marginal schlechter als bei scharfen Schwertern. Knochen werden jedenfalls nicht als Hindernis oder Herausforderung angesehen, sondern schlicht und einfach zertrümmert. Benutzt daher für das Sparring immer eine Fechtfeder und gute Schutzausrüstungen.

Fechtfeder

federEine Fechtfeder ist ein Simulator für das Lange Schwert. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie gleich lang und annähernd gleich schwer wie ein Schwert ist. Der wesentliche Unterschied besteht in der Optik und der Biegsamkeit. Während die Fechtfeder beim Hieb wenig Schutz bietet, so ist sie beim Stich umso sicherer. Eine Fechtfeder hat keinen spitzen Ort (Schwertspitze), sondern ist vorne abgerundet und besitzt einen ca. 20 – 25 mm runden Klingenabschluss. Am unteren Ende der Klinge hat die Feder ein abgesetztes Ricasso. Dieses ermöglicht das Fangen der gegnerischen Klinge weit vor der Parierstange (was zusätzlich die Finger schützt). Das Biegeverhalten ist von Feder zu Feder unterschiedlich. Optimal ist aber, wenn sich die Feder nur im vorderen Klingendrittel biegt. Auf diese Weise kann problemlos aus der Bindung gefochten werden und man hat dennoch eine Stichsicherheit. Bei zu harten Stichen kann es aufgrund der geringen Materialstärke zu plastischen Verformungen kommen. Sollte dies häufiger geschehen, wird die Feder brechen. Eine Feder gilt als Verbrauchsgegenstand, nichts desto trotz sollte sie länger als nur 1-2 Trainings halten. Der Preis darf aber nicht allzu hoch sein. Preise über € 200,– sind absolut deplatziert. € 130 – 170 wären in der korrekten Preisregion.

Probleme treten mit der Feder hauptsächlich beim Techniktraining auf. Theorien wie Fühlen oder Winden können bei zu „weichen“ Federn zur Herausforderung werden und enden meist mit Frust und Aufgabe der Übung. Ihre Stärken spielt die Fechtfeder beim Sparring aus. feder_mair

Beachtet folgendes: Eine Feder ersetzt kein Schwert! Sie ist ein zusätzliches Gerät, mit dem man beim Freikampf das Verletzungsrisiko verringert. Für das Techniktraining ist und bleibt das Stahlschwert die erste Wahl.

Dolchsimulator

dolch Dolchsimulatoren sind meistens aus Holz. Diese finden sich auch schon in den Fechtbüchern ab dem ausgehenden 15. Jhdt., und im 16. Jhdt. waren sie die einzig sichtbaren Dolchformen. Holzdolche haben im Vergleich zu Stahldolchen keine Nachteile. Ein Dolch ist sowieso vollkommen steif beim Stich und somit kann man hier gleich einen passenden Simulator verwenden. Bei Holzdolchen ist darauf zu achten, dass sie nicht zu dick im Durchmesser sind und dass die Stichscheibe optimal abgerundet ist. Außerdem sollte die Spitze des Dolches mit einem kugeligen Abschluss versehen werden. Man kann die Dolchspitze außerdem noch mit dämpfendem Material (z.B. Isomatte) polstern, um den Stich auch von der Wucht her zu entschärfen. Als Holzwahl sollte man ein gutes Hartholz wählen (bevorzugt Rot- oder Weißbuche, auch Eiche, Hickory oder Lärche). Eine Billigvariante stellen einfache Rattanstäbe dar. Diese können als Abfallprodukt in div. Geschäften evtl. gratis erhalten werden. holzdolch

Jeff Tsay aus den USA hat sich auch daran gemacht, Theaterdolche in einer stabilen Ausführung für das HEMA-Training zu konstruieren. Diese sehen wie wuchtige Scheibendolche aus und die vordere Hälfte der Klinge schiebt sich beim Stich in die hintere hinein, wie eben bei einem Theaterdolch auch. Ein Federmechanismus lässt die Klinge beim Zurückziehen wieder hervorschnellen. Die Dolche sind außerdem hiebstabil und bieten somit eine glänzende Alternative zum Holzdolch. Einzig der Preis ist wenig erfreulich. Bekommt man Holzdolche schon ab € 20,– (oder man macht sie sich überhaupt selbst), so kostet der „Theaterdolch“ ca. $200,– (€ 175,–) und muss aus den USA importiert werden (Zoll und EUSt). HIER gibt es ein kurzes Youtube Video, das diesen Dolch in Action zeigen.

Somit fällt unsere Wahl auf den Holzdolch.

Aluminium- oder Stahlmesser

messer Mit dem Langen Messer verhält es sich ähnlich wie mit dem Dolch: Es gibt hier keinen wirklichen Simulator. Messerfedern sind gerade erst im Entstehen, sind aber derzeit noch nicht wirklich ausgereift. Da das Messer im Stich ebenfalls steif ist, kann man sich zwischen Alu- und Stahlmesser entscheiden. Der Vorteil des Alumessers liegt auf der Hand: Es ist pflegeleichter, rostet nicht, hat keine Scharten, hat eine 4-5 mm Schlagkante und eine runde „Spitze“ und ist somit stichsicherer.

Das Stahlmesser hat natürlich den Vorteil des Realitätsgefühls. Aufgrund der schlankeren Klinge und der kantigeren Ecken funktionieren etliche Techniken wesentlich besser. Und natürlich kann man mit dem Stahlmesser auch auf diversen Mittelaltermärkten herumlaufen – mit dem Alumesser wär das eher seltsam. alu-messer-sparring

Die Preise liegen bei beiden Varianten relativ nahe beieinander. Preise von € 150 – 250,– sind absolut in Ordnung. Wesentlich mehr muss man für eine gute Waffe nicht ausgeben.

Hartgummimordaxt

mordaxt Die Mordaxt – der Name ist hier durchaus Programm: Überall hat sie Spitzen, Schneiden oder Kanten. Das Teil wurde dazu gemacht, um Rüstungen zu knacken. Daher existieren auch keine passenden Schutzausrüstungen und man muss die Waffe selbst entschärfen. Die Hartgummivariante ist hierbei eine geniale Alternative. Sie ist nicht ganz kostengünstig (Hammerteil ca. € 60,– und die Speerspitze nochmal € 20,–), allerdings sollte es das jedem wert sein, der sinnvoll Mordaxt trainieren will. Als Holzstiel eignen sich Lärche, Hickory oder Rattan. Wobei evtl. Rattan die beste Wahl wäre, da es noch dazu gut federt und so den Schlägen ein wenig Wucht nimmt.

So ganz sicher sind die Gummiteile aber auch nicht, denn ein Treffer mit dem Gummirabenschnabel kann auch ganz schnell eine Rippe brechen und ein Treffer mit dem Hammerkopf bringt rasch Schlüsselbeine oder Unterarmknochen an ihr Haltbarkeitslimit. rubber_pole_axe

Es gilt also Gummiteile PLUS gute Schutzausrüstung – nur so kann man wirklich gutes, schnelles Mordaxtsparring durchziehen.

Buckler

schwertbuckler Der Buckler ist ein sogenannter Faustschild und wird in Kombination mit einem einhändigen Schwert geführt. Buckler gibt es in allerlei Ausführungen: aus Stahl, Holz und Kunststoff, mit Schildbuckel, aber auch ohne. Unsere Empfehlung für das regelmäßige Training wäre ein Buckler aus Stahl mit einem Kantenschutz. Diesen Kantenschutz bekommt man im Baumarkt. Es handelt sich dabei um einen Kantenschutz für Spiegel und Glasscheiben (zum Aufdrücken).

Die historische Variante, zumindest für das 14. Jhdt., wäre ein schichtverleimter Holzschild mit Stahlschildbuckel. Der Holzteil wird dann noch mit mehreren Lagen Leinen verstärkt, wobei auch das Leinen von der Webrichtung querverleimt wird. Um die Kanten zu schützen werden diese abschließend mit ungegerbter Schweine- oder Rinderhaut (Rohhaut) überzogen und festgenagelt.

Die Kunststoffvariante ist natürlich die sicherste und vor allem pflegeleichteste. Es gibt Buckler aus Nylon mit Stahlbuckel und Aluschutzkanten. Selbstverständlich kann man mit diesen nicht auf Mittelaltermärkten glänzen, aber für das tägliche Training sind sie hervorragend geeignet und halten ewig.

Beachtet bitte, dass der Buckler nicht nur defensiv eingesetzt wird, sondern auch offensiv! Das heißt, es kann durchaus vorkommen, dass man seinem Gegner den Buckler ins Gesicht schlägt – daher ist der Kantenschutz von großem Vorteil. schwertbuckler_kal

Der Preis für den Buckler ist schwer abzuschätzen, da er in so vielen unterschiedlichen Ausführungen existiert. Am sinnvollsten wäre es, man kauft sich einen Schildbuckel, der ca. € 10 – 20,– kostet, und baut sich dann den Buckler selbst.

Schutzausrüstung

Fechtmaske mit Hinterkopfschutz

fencing_mask_280cxHier benutzen wir eine ganz normale Fechtmaske mit einem 1600-N-Schutzfaktor. Die Masken sind keine Sonderausführungen und sind auch nicht irgendwie verstärkt. Man bekommt diese um € 130 – 150,– in jedem Fechtgeschäft oder im Internet. fechtmaske-mit-schutz

Was wir noch zusätzlich benützen ist ein Hinterkopfschutz. Sinnvolle Ausführungen gibt es derzeit bei Allstar und PBT. Bei PBT ist er allerdings nur halb so teuer und kostet dort € 45,– Er ist auch leichter als der von Allstar.

Fechtjacke

jacke Als Fechtjacken kann man Unterschiedliches benutzen: Man kann zum Training einen Gambeson tragen oder einen selbstgebastelten Körperschutz aus Isomatten und Gafferband. Oder man kauft sich Teile vom Riot-Control-Gear der Polizei. Natürlich kann man auch motocross1 gute Motorradjacken oder das Protektorshirt vom Motocross verwenden.

Am naheliegendsten ist aber natürlich eine richtige Fechtjacke. Die anderen Vorschläge dienten zur Anregung, falls so etwas bereits im Haus ist. Man erspart sich dann nämlich gleich einmal € 130 – 160,–. Zu den Fechtjacken gibt es allerdings einige Punkte anzumerken:

  • Kauft euch keine „normale“ Sportfechtjacke, sondern eine Jacke, die speziell für das historische Fechten konzipiert wurde!
  • Kauft sie evtl eine Nummer größer, so könnt ihr im Fall eines heftigeren Sparrings noch einen Körperschutz drunter anziehen (z.B. Protektorshirt)

Doch was ist an den HEMA-Jacken so besonders? Erstens – sie sind länger als Sportfechtjacken. Die Ärmel sind in Y-Position angenäht, das heißt: Wenn man die Arme für einen Ochs oder Scheitelhau hebt, hebt sich die Jacke nicht so hoch. Zweitens – HEMA-Jacken haben integrierte Protektoren an den Schultern, der Brust, dem Rippenbogen, am Rücken und am Ellbogen. HEMA-Jacken haben eine Stichfestigkeit von 800N und das Material ist doppelt genommen. stichfang

Passende Jacken findet ihr derzeit bei PBT und SPES, wobei die SPES-Jacke keine Protektoren hat.

Fechthose

girdle Hier reicht eine normale Fechthose mit 800N Stichfestigkeit. Kauft sie euch eine Nummer größer und zieht darunter eine sogenannte Girdle vom Eishockey oder Inlinehockey an. Diese Girdle ist eine Hose mit Tiefschutz, Hüftprotektoren, Steißbeinprotektor und Oberschenkelpads. Der Preis der Girdle liegt bei ca. € 50,–, die der Fechthose bei ca. € 70 – 90,–.

Handschuhe

hentze DAS Problemkind der historischen Fechter. Wenn man nicht unbedingt mit Stahlhentzen herumlaufen will, hat man echt ein Problem gute Handschuhe zu finden. Derzeit verwenden die meisten Aktiven Lacrosse-Handschuhe. Diese haben aber gravierende Nachteile: lacrosse-gloves Die Fingerspitzen sind ungeschützt, bei den Fingergelenken sind bei den meisten Modellen Spalten in der Polsterung, und klobig sind sie auch noch. Alles in allem eine ungünstige Alternative. Dazu kommt noch das Problem, dass wirklich gute Handschuhe schnell mal € 150 – 200,– kosten.

sparring-gloves Seit kurzem gibt es von einem polnischen Hersteller auch Sparringhandschuhe aus Sohlengummi. Dieses Modell ist den mittelalterlichen Hentzen nachempfunden und schützt die Hände und Finger wirklich sehr gut. Der Preis ist allerdings auch heftig – so kosten diese Handschuhe gleich mal € 200,– . Perfekt sind aber auch diese Handschuhe leider noch nicht. Das Handgelenk ist gänzlich ungeschützt und auch das Daumengelenk ist unzureichend abgesichert (beides Stellen, die beim Sparring äußerst exponiert sind). Wenn man diese Handschuhe aber adaptiert und modifiziert, hat man eine sehr gute Wahl getroffen.

Halsschutz

halsschutz Glaubt es oder nicht: Der Hals wird häufiger getroffen, als einem lieb ist. Fechtjacken haben zwar einen guten Kragen und Fechtmasken haben den Stichlatz, aber bedenkt, dass der Latz der Jacke für die hyperflexiblen Sportklingen gedacht ist. Schwert, Dolch, Messer, Mordaxt und sogar die Feder sind für den Latz einfach zu viel.

Daher muss man sich einen guten Halsschutz zulegen. Aber was zeichnet einen guten Halsschutz aus? Erstens darf er nicht zu weich sein, vor allem beim Kehlkopf. Hier sollte ein absolut steifes Stück Kunststoff integriert sein. Wichtig ist, dass es Kunststoff ist und kein Metall. Kunststoff würde sich bestenfalls eindrücken lassen und ginge dann in die Ausgangsposition zurück, Metall bleibt plastisch verformt und würde dadurch weiter den Druck auf den Kehlkopf weitergeben. Dadurch kann es unter Umständen so sehr hässlichen Situationen kommen –> Panikreaktion!!!

Außerdem sollte der Halsschutz einen großen Brustlatz haben. Dieser verstärkt nicht nur den Schutz im Brustbereich, er verhindert vor allem , dass der Halsschutz seine Position verändert und verrutscht. Weiters wäre es wünschenswert, wenn man einen Schlüsselbeinschutz integriert hat. Dieser sollte natürlich ÜBER dem Brustlatz angebracht sein, damit man beim Heben der Arme nicht gleich den ganzen Halsschutz mit anhebt.a-r-neck-guard

Den derzeit wohl passendsten Halsschutz findet ihr bei PBT und er kostet ca. € 30,–. Modelle aus dem Eishockey haben sich als teilweis extrem ungeeignet herausgestellt. Meistens ist das Inlay beim Hals viel zu weich oder aber sie haben keinen Brustlatz und so könnte man unter den Halsschutz rutschen und direkt in den Hals stechen.

Zusätzlicher Schutz

Unter zusätzlichem Schutz versteht man Dinge wie Unterarmschutz, Ellbogenprotektoren, Tiefschutz, Zahnschutz, Schienbeindeckel und Knieschützer.

Fangen wir mit dem einfachen an, dem Zahnschutz. Kauft euch einfach einen im Martial Arts Shop eures Vertrauens oder lasst euch einen von eurem Zahnarzt anpassen. Ich persönlich verwende den Shock Doctor und bin sehr zufrieden. Er kostete € 25,–, man bekommt aber auch Modelle ab € 10,–. zahnschutz

tiefschutz Gleiches gilt für den Tiefschutz. Wenn ihr nicht ohnehin schon die Girdle vom Inlinehockey verwendet, so ist ein Tiefschutz sehr anzuraten. Modelle für Boxer sind eher ungeeignet, da der Bauchteil zu voluminös ist. Wir empfehlen einen Slip-In-Protektor, den man einfach in die Unterhose schiebt. Cups bekommt man schon ab € 10,–, man kann aber auch bis zu € 80,– dafür ausgeben.

Schienbeindeckel und Knieschützer sind auch schnell gefunden. Im Baumarkt bekommt man recht günstige Ausführungen, die dort als Schutz vor Rasentrimmern angepriesen werden. Sie sind sehr kostengünstig (€ 15,–) und reichen als Schutz vollkommen aus. leg-guard Man kann natürlich auch ein bisschen professioneller an die Sache ran gehen und sich Sachen vom Eishockey oder Lacrosse kaufen. Man muss allerdings damit rechnen, dass dann gleich mal € 100,– weg sind.

forearm2Kommen wir nun zu den Sachen, die nicht ganz so einfach gelöst werden können. Unterarm- und Ellbogenschutz. Worin liegen die Probleme hier? Beim Unterarm ist es so, dass die meisten Protektoren einfach zu wenig schützen. Viele sind einfach zu weich oder zu dünn. Sie schützen gut gegen umfangstarke Holzstäbe (wie sie beim Escrima arnis-eskrima-forearm-pads oder den Trainingseinheiten beim Dog Brother verwendet werden), aber für schmalkantige Schwerter sind die nicht geeignet. Was sich als guter Schutz herausgestellt hat, waren Fussballschienbeinschützer aus Hartplastik. Man verwendet zwei Paar, ein langes für die Ellbogenseite und ein kürzes für die Oberseite. Die Länge des kürzeren muss so gewählt werden, dass man ungehindert den Arm abwinkeln kann. Die Deckel müssen dann noch irgendwo montiert werden und man hat für kleines Geld den bestmöglichen Schutz.

Noch schwieriger wird es beim Ellbogen. Man kann hier keinen normalen Ellbogenschutz vom Eishockey oder Motorrad verwenden. Diese schützen nämlich hauptsächlich die Ellbogenspitze. brine-lacrosse-elbow-pads-rogue Das ist zwar schön, aber dort wird man so gut wie nie getroffen. Die häufigsten Treffer passieren entweder an der Oberseite oder an der Unterseite (wienerisch ugs. „Narrisches Bein“), dort helfen aber die meisten Schützer nichts. Lacrosseschützer bieten hier noch die beste Alternative, sind aber auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Außerdem kosten diese Schützer gut und gern € 80 – 150,–. Derzeit ist hier noch kein wirklich perfekter Protektor für unsere Zwecke erfunden worden, aber wir arbeiten dran.

 

So nun habt ihr einen ganzen Haufen Links, Bilder und Infos. Bitte beachtet, dass vor allem die Preisinfos Stand Juni 2012 sind und mit den Links ist es auch so. Sollte also irgendein Link nicht mehr existieren, so schreibt uns bitte ein kurzes Mail per Kontaktformular. Vielen Dank!